Montag, Januar 12, 2026

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Aufstellungen: Teilnehmer: Real Madrid gegen FC Barcelona 26.10.25

Real Madrid gewann am 26. Oktober 2025 das erste Clásico der Saison gegen Barcelona mit 2:1 im Santiago Bernabéu. Kylian Mbappé und Jude Bellingham trafen für die Hausherren, Fermín López erzielte den Gegentreffer. Vor 78.107 Zuschauern hatten beide Trainer massive Personalprobleme. Xabi Alonso fehlten Antonio Rüdiger und David Alaba. Barcelona trat ohne Robert Lewandowski, Raphinha und vier weitere Verletzte an.



Die kompletten Aufstellungen

Real Madrid (4-1-4-1):
Courtois im Tor. Abwehr mit Valverde rechts, Militão, Huijsen und Carreras. Tchouaméni als Sechser. Mittelfeld Camavinga und Bellingham. Arda Güler zentral offensiv. Vinícius Júnior und Mbappé im Sturm.

Barcelona (4-2-3-1):
Szczęsny zwischen den Pfosten. Koundé, Cubarsí, Eric García und Balde in der Viererkette. De Jong und Pedri als Doppelsechs. Lamine Yamal rechts, Fermín López zentral, Marcus Rashford links. Ferran Torres als falsche Neun.

Ersatzbänke:
Real Madrid: Lunin, Carvajal, Endrick, Rodrygo, Alexander-Arnold, Gonzalo García, Asencio, Ceballos, Fran García, Brahim Díaz, Mendy, Mastantuono.
Barcelona: Kochen, Aller, Araújo, Casadó, Gerard Martín, Bernal, Torrents, Dro Fernández, Bardghji, Toni Fernández, Xavi Espart.

Alonsos Vabanquespiel in der Abwehr

Dean Huijsen stand in der Startelf des Clásico. Der 20-Jährige ersetzte den verletzten Rüdiger neben Militão. Alonso vertraute einem Spieler, der zwar Erfahrung bei Juventus gesammelt hatte, aber noch nie in einem Spiel dieser Brisanz gestanden hatte.

Noch gewagter war Valverdes Einsatz als Rechtsverteidiger. Dani Carvajal saß fit auf der Bank. Trent Alexander-Arnold ebenfalls. Alonso opferte defensive Absicherung für Offensivdrang. Valverdes Tempo sollte Rashford unter Druck setzen und Barcelona in der eigenen Hälfte beschäftigen.

Der Plan funktionierte. Laut Managing Madrid dominierte Valverde sein Duell gegen Rashford komplett. Seine Energie und Fähigkeit, in Kontersituationen nach vorne zu stürmen, zwangen den Engländer zu ständigen Rückwärtsbewegungen. Offensiv wie defensiv der beste Mann auf seiner Seite.

Carreras auf links bot mehr Absicherung. Der Spanier blieb defensiver, während Valverde nach vorne stürmte. Eine asymmetrische Grundordnung, die Barcelona vor Probleme stellte.

Barcelonas Notlösung im Angriff

Marcus Sorg musste für den gesperrten Hansi Flick an der Seitenlinie stehen. Seine größte Herausforderung: Wer ersetzt Lewandowski? Ferran Torres bekam den Vorzug als falsche Neun. Eine Verlegenheitslösung.

Torres fehlte die physische Präsenz. Als Zielspieler für lange Bälle ungeeignet. Kombinationen? Wandspiel? Fehlanzeige. Er kippte ständig ins Mittelfeld ab, um am Spielaufbau teilzunehmen. Das schuf zwar Räume für Yamal und Rashford, aber Real Madrids Innenverteidiger konnten sich voll auf diese beiden konzentrieren.

Rashford in der Startelf war die zweite Überraschung. Der Engländer war erst seit wenigen Wochen bei Barcelona. Seine Integration ins System noch nicht abgeschlossen. Die Vorlage zum 1:1 sein einziger Lichtblick. Ansonsten zu blass gegen Valverde.

Ronald Araújo auf der Bank sorgte für Diskussionen. Der Uruguayer gilt als Barcelonas bester Innenverteidiger. Sorg bevorzugte Eric García. Eine Entscheidung, die sich als Fehler erwies. García verschuldete den Elfmeter in der 52. Minute, als der Ball von Bellingham an seinen Arm prallte.

Verletzte und ihre Auswirkungen

Barcelona kämpfte mit einer Ausfallliste, die das Rückgrat der Mannschaft betraf:

Robert Lewandowski (Verletzung) – Torjäger fehlt vorne
Raphinha (Oberschenkelverletzung) – Kreativität auf der Außenbahn weg
Marc-André ter Stegen (Knieverletzung) – Stammtorwart fehlt
Gavi (Kreuzbandverletzung) – Dynamik im Mittelfeld verloren
Dani Olmo (Muskelverletzung) – Offensive geschwächt
Joan García (Verletzung) – Zweiter Torwart fehlt

Real Madrid vermisste zwei Innenverteidiger. Rüdiger mit Muskelverletzung, Alaba mit Leistenproblemen. Huijsen musste einspringen. Kein Vergleich zu Barcelonas Problemen.

Barcelona kam nur auf 13 Torschüsse. Real Madrid 18. Ohne Lewandowski fehlte die Durchschlagskraft. Ohne Raphinha die Kreativität auf der Außenbahn.

Mittelfeld: Wo das Spiel entschieden wurde

Alonso setzte auf Konter. Mbappé und Vinícius standen extrem breit. Bei Ballgewinnen sollten sie die Räume nutzen, die Barcelonas hohes Pressing hinterließ. Tchouaméni als alleiniger Sechser hatte enorm viel Raum abzudecken. Riskant gegen Barcelonas Überzahl im Zentrum.

Barcelona wollte durch Ballbesitz dominieren. 65,3 Prozent hatte die Mannschaft am Ende. De Jong und Pedri sollten das Spiel diktieren. Funktionierte nicht. Bellingham und Camavinga ließen ihnen keinen Raum für gefährliche Pässe in die Spitze.

Bellingham war überall. Fiel ins Mittelfeld zurück, band Pedri und öffnete Räume für Mbappé. Bellingham traf und bereitete vor. Camavinga deckte die Räume ab, die Bellingham hinterließ. Tchouaméni band zwei Gegenspieler.

Bei Barcelona fehlte die Kreativität. De Jong versuchte, das Spiel zu lenken, aber Torres bot keinen Zielspieler. Pedri verlor mehrfach den Ball in gefährlichen Positionen, bevor er in der Nachspielzeit die Rote Karte sah.

Fünf entscheidende Spielmomente

22. Minute – Mbappé eiskalt: Bellingham spielt einen Traumpass durch die Gasse. Mbappé läuft allein auf Szczęsny zu und schiebt cool ein. 1:0. Laut Real Madrid sein zehntes Saisontor in La Liga.

38. Minute – Rashford liefert: Arda Güler verliert den Ball im eigenen Mittelfeld. Fataler Fehler. Rashford bekommt den Ball links, zieht nach innen und legt quer. Fermín López hämmert das Leder ins Netz. 1:1.

43. Minute – Bellingham trifft: Vinícius Júnior flankt von links nach hinten. Militão verlängert mit dem Kopf. Bellingham wartet völlig frei und drückt den Ball über die Linie. 2:1 zur Pause. Seine Laufwege hatten ihn in die perfekte Position gebracht.

52. Minute – Szczęsny pariert: Elfmeter für Real Madrid nach VAR-Check. Bellinghams Flanke prallt von Eric García an den Arm. Harte Entscheidung. Mbappé tritt an. Szczęsny ahnt die Ecke und streckt sich. Weltklasse-Parade.

72. Minute – Vinícius rastet aus: Rodrygo und Carvajal kommen für Vinícius und Valverde. Der Brasilianer kann es nicht fassen. Er schimpft, gestikuliert wild und verschwindet direkt in der Kabine. Seine Wut auf Alonso offensichtlich.

Schlüsselspieler und ihre Rollen

Kylian Mbappé kam als La Ligas Topscorer mit zehn Saisontoren ins Spiel. Sein Tor in der 22. Minute kühl verwandelt. Der verschossene Elfmeter ärgerte ihn, doch seine Bewegungen bereiteten Barcelona permanent Probleme. Real Madrid kam auf 18 Torschüsse, viele davon durch Räume, die Mbappés Läufe schufen.

Jude Bellingham dominierte das Mittelfeld. Sein Tor zum 2:1 entscheidend. Seine Vorlage zum 1:0 perfekt getimed. Er fiel zurück, um defensiv auszuhelfen, und tauchte im Strafraum auf, wenn es nötig war. Gegen Barcelona in Topform.

Lamine Yamal wollte für Barcelona Gefahr kreieren. Der 18-Jährige dribbelte mutig, doch Valverdes Geschwindigkeit neutralisierte ihn oft. Seine gewohnten Durchbrüche fehlten gegen die kompakte Madrilenen-Abwehr.

Fermín López traf zum 1:1. Danach enttäuschend. Eine große Chance in der 53. Minute vergeben, als er hätte abspielen müssen. Seine Laufwege gut, seine Entscheidungen im entscheidenden Moment schlecht.

Marcus Rashford hatte einen schweren Stand. Die Vorlage zum Tor sein einziger positiver Beitrag. Valverde hatte ihn im Griff. Die Abstimmung mit seinen Nebenleuten fehlte noch deutlich.

Huijsens Feuertaufe bestanden

Dean Huijsen musste gegen Torres, Rashford und Yamal bestehen. Er gewann Zweikämpfe gegen Torres und verteilte den Ball sicher aus der Abwehr. Kein Ballverlust in gefährlichen Zonen.

Ein Moment in der 57. Minute blieb hängen. Grobes Foul an Fermín López. Gelbe Karte. Sonst aber überzeugte der Youngster. Alonso setzte auf ihn, und das zahlte sich aus.

Seine Kopfballstärke half in der 30. Minute. Szczęsny musste seinen Abschluss parieren. Offensiv eine Überraschung. Defensiv genau das, was Real Madrid brauchte.

Wechsel mit Folgen

Alonso nahm erst in der 66. Minute die erste Änderung vor. Brahim Díaz kam für Arda Güler. Sechs Minuten später der Doppelschlag: Rodrygo und Carvajal ersetzten Vinícius und Valverde.

Vinícius reagierte mit purem Zorn. Er wollte weiterspielen. Seine Körpersprache aggressiv. Er schimpfte laut, noch auf dem Feld. Dann verschwand er sofort in der Kabine. Keine Umarmung für Rodrygo. Keine Geste zum Trainer. Nur Wut.

Vinícius hatte auf ein Tor gehofft. Stattdessen musste er früh raus. Alonso blieb hart. Die Auswechslung strategisch richtig, emotional explosiv.

Barcelona wechselte in der 74. Minute zweifach. Araújo und Casadó kamen für Eric García und Torres. Der Plan: mehr Stabilität hinten, mehr Kreativität im Zentrum. Funktionierte nicht. Die Offensive verlor an Durchschlagskraft. Torres hatte zwar enttäuscht, aber ohne echten Stürmer fehlte Barcelona ein Zielspieler komplett.

In der 83. Minute kam Bardghji für Cubarsí. Barcelona stellte auf Dreierkette um. Alles nach vorne. Real Madrid stand kompakt und ließ nichts zu.

Szczęsny hält Barcelona im Spiel

Der polnische Torwart zeigte seine Klasse. Seine Parade gegen Mbappés Elfmeter in der 52. Minute war weltklasse. Er ahnte die Ecke, streckte sich und bekam die Fingerspitzen dran. Der Ball klatschte an seinen Arm und ging ins Aus.

Zuvor hatte er in der 29. Minute gegen Mbappé gehalten. In der 30. Minute gegen Huijsens Kopfball. Real Madrid hätte längst höher führen können.

Bei den beiden Gegentoren chancenlos. Mbappés Schuss präzise in die lange Ecke. Bellinghams Abstauber aus drei Metern. Kein Vorwurf möglich.

Szczęsny hielt Barcelona im Spiel, doch gegen Real Madrids Effizienz reichte es nicht.

Statistiken belegen Real Madrids Effizienz

Barcelona hatte 65,3 Prozent Ballbesitz laut ESPN. Real Madrid nur 34,7 Prozent. Doch die Madrilenen kamen auf 18 Torschüsse gegen 13. Acht aufs Tor gegen sechs.

Real Madrid hatte drei aberkannte Tore. Alle drei wegen Abseits. In der 12., 45. und 69. Minute. Knappe Entscheidungen, aber nach Regelwerk korrekt.

Die Effizienz machte den Unterschied. Real Madrid brauchte weniger Ballbesitz für mehr Torgefahr.

Zwei Elfmeter im Spiel. Einer zurückgenommen in der 3. Minute nach VAR-Eingriff. Einer verschossen in der 52. Minute. Beide Entscheidungen diskussionswürdig, aber vertretbar.

Bedeutung für die Meisterschaft

Real Madrid zog mit diesem Sieg auf fünf Punkte davon. Die Madrilenen standen nach zehn Spieltagen bei neun Siegen und einer Niederlage. Die einzige Pleite war das 2:5 bei Atletico Madrid Ende September. Unter Xabi Alonso läuft es.

Für Barcelona ein schwerer Rückschlag. Die Personalprobleme wogen zu schwer. Lewandowski als Zielspieler fehlte ebenso wie Raphinhas Kreativität. Die Niederlage zeigte die Grenzen des Kaders auf.

Die Saison war jung, doch fünf Punkte Rückstand schon ein deutliches Signal. Barcelona brauchte schnell Besserung bei den Verletzten. Sonst würde der Titelkampf früh entschieden sein.

Englisches Derby im Clásico

Zum ersten Mal in der Geschichte des El Clásico standen sich Engländer auf beiden Seiten gegenüber. Jude Bellingham für Real Madrid, Marcus Rashford für Barcelona. Ein historischer Moment, der in England für Schlagzeilen sorgte.

Bellingham gewann dieses Duell klar. Sein Tor entscheidend. Die Vorlage perfekt getimed. Im Mittelfeld dominierte er über 90 Minuten. Der 22-Jährige ist bei Real Madrid längst angekommen. Seit seinem Wechsel von Borussia Dortmund hat er sich zum Schlüsselspieler entwickelt.

Rashford dagegen enttäuschte. Mehr als die Torvorlage hatte er nicht zu bieten. Der 27-Jährige kämpft weiter mit seiner Integration ins Barcelona-System. Sein Leihgeschäft von Manchester United sollte ihm neue Impulse geben. Im ersten Clásico blieb er blass.

Trent Alexander-Arnold saß für Real Madrid auf der Bank. Der Rechtsverteidiger kam nicht zum Einsatz. Alonso vertraute Valverde auf der Position. Eine Entscheidung, die aufging.

Das englische Derby im Clásico zeigte: Nicht jeder Spieler braucht gleich lange, um in einem neuen Team anzukommen. Bellingham ist der Beweis für erfolgreiche Integration. Rashford kämpft noch.

Fazit: Effizienz schlägt Ballbesitz

Real Madrid gewann verdient. Die Mannschaft nutzte ihre Chancen besser. Zwei Tore aus 18 Schüssen gegen ein Tor aus 13 Schüssen. Real Madrid hatte acht Schüsse aufs Tor, Barcelona nur sechs.

Barcelona hatte mehr Kontrolle, aber zu wenig Torgefahr. Lewandowski als Zielspieler fehlte. Raphinhas Außenbahnkreativität ebenfalls. Die Ausfälle entscheidend.

Mbappé und Bellingham trafen, wenn es darauf ankam. Huijsen bestand seine Feuertaufe. Alonso hatte die richtigen Entscheidungen getroffen. Sorg patzte mit späten Wechseln und falscher Aufstellung.

Die Begegnung im Santiago Bernabéu zeigte die aktuelle Form beider Mannschaften deutlich. Real Madrid marschiert, Barcelona stolpert.

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