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AMD Radeon RX 9060 XT Test: 16GB für 349€ vs RTX 5060 Ti (2025)

Die AMD Radeon RX 9060 XT startet am 5. Juni 2025 in Deutschland und will mit aggressiver Preispolitik Nvidias Mittelklasse-Dominanz im Gaming-Bereich brechen. Wir haben alle Spezifikationen und Performance-Daten der neuen RDNA 4 Grafikkarte analysiert.

AMD hat auf der Computex 2025 seine neueste Mainstream-Grafikkarte vorgestellt: die Radeon RX 9060 XT. Als deutscher Hardware-Experte hatte ich die Gelegenheit, bereits vor Ort mit AMD-Vertretern über die technischen Daten zu sprechen und erste Eindrücke zur Gaming-Performance zu sammeln.

Die neue GPU soll besonders für 1440p Gaming optimiert sein und direkten Wettbewerb mit Nvidias GeForce RTX 5060 Ti bieten. Mit einem Startpreis von 299€ für die 8GB-Version und 349€ für die 16GB-Variante positioniert sich die Radeon RX 9060 XT aggressiv im deutschen Grafikkarten-Markt.

Technische Daten der AMD Radeon RX 9060 XT

Spezifikationen der neuen RDNA 4 Grafikkarte:

AMD Radeon RX 9060 XT

Technische Spezifikationen RDNA 4 Grafikkarte

Komponente Spezifikation
GPU-Chip Navi 44 (RDNA 4 Architektur)
Fertigung TSMC 4nm (N4P-Prozess)
Compute Units 32 CUs (2.048 Shader-Einheiten)
Boost-Takt bis 3,13 GHz
Grafikspeicher 8GB/16GB GDDR6 @ 20 Gbps
Speicheranbindung 128-Bit + 32MB Infinity Cache
Stromverbrauch (TBP) 150W (8GB) / 160W (16GB)
Preis Deutschland 299€ (8GB) / 349€ (16GB)

Die Grafikkarte basiert auf dem neuen Navi 44-Chip mit RDNA 4-Architektur und packt 29,7 Milliarden Transistoren auf 199 mm² Chipfläche. Das sind solide Werte für eine Gaming-Grafikkarte der Mittelklasse.

RDNA 4 Architektur bringt Gaming-Verbesserungen

Anders als bei manchen GPU-Generationen hat AMD diesmal tatsächlich echte Fortschritte bei der Gaming-Performance erzielt. Die wichtigsten Features der neuen Radeon RX 9060 XT:

Raytracing-Leistung verdoppelt Die neuen RT-Beschleuniger der dritten Generation sollen über doppelte Raytracing-Performance pro Compute Unit bieten. AMD setzt dabei auf „Oriented Bounding Boxes“ für effizientere Raytracing-Berechnungen in modernen Spielen.

KI-Beschleuniger für besseres Upscaling 64 KI-Einheiten der zweiten Generation unterstützen jetzt FP8- und INT4-Datentypen. Das macht FSR 4 möglich und soll bis zu 8x höhere INT8-Performance bei sparse matrices bringen – wichtig für Gaming-KI-Features.

Höhere GPU-Taktraten Mit bis zu 3,13 GHz boost-taktet die RX 9060 XT deutlich höher als ihre Vorgänger. Zum Vergleich: Die RX 7600 XT schaffte nur 2,76 GHz Boost-Takt.

Verbesserte GPU-Architektur Dynamic Register Allocation und Out-of-Order Memory Operations sorgen für bessere Hardware-Auslastung – das bringt spürbar mehr FPS in aktuellen Spielen.

Gaming-Performance: Benchmarks und Vergleich mit RTX 5060 Ti

AMD behauptet, die 16GB-Variante der Radeon RX 9060 XT sei durchschnittlich 6% schneller als Nvidias RTX 5060 Ti mit 8GB in 40 Spieletiteln bei 1440p Ultra-Settings. Diese Angaben stammen aus AMDs internen Benchmarks.

Die 6% Performance-Differenz sind nicht dramatisch, könnten aber zusammen mit dem Preisvorteil für Gaming-PCs interessant werden. AMD hat die UVP mit 349€ für die 16GB-Variante und 299€ für die 8GB-Version angegeben.

Performance-Vergleich basierend auf AMD-Angaben:

Gaming-Performance Vergleich

AMD RX 9060 XT vs. NVIDIA RTX 5060 Ti Serie

Grafikkarte AMD-Performance-Claim UVP VRAM
RX 9060 XT 16GB +6% vs RTX 5060 Ti 8GB 349€ 16GB GDDR6
RX 9060 XT 8GB Keine Angabe 299€ 8GB GDDR6
RTX 5060 Ti 8GB Referenz für Vergleich TBA 8GB GDDR7
RTX 5060 Ti 16GB Keine Vergleichsdaten TBA 16GB GDDR7
Performance-Angaben basieren auf AMDs internen Benchmarks mit 40 Spielen in 1440p Ultra-Settings. Unabhängige Tests stehen noch aus.

Die RX 9060 XT nutzt GDDR6-Speicher mit 128-Bit-Bus, während Nvidia auf GDDR7 setzt. AMDs 32MB Infinity Cache soll den Bandbreiten-Nachteil ausgleichen.

FidelityFX Super Resolution 4: Machine Learning Upscaling

Mit FSR 4 wechselt AMD zu Machine Learning-basiertem Upscaling. Die KI-Modelle wurden laut AMD auf Instinct-Rechenzentrumsacceleratoren trainiert und nutzen die neuen AI-Beschleuniger der RDNA 4-Karten.

Was AMD zu FSR 4 verspricht:

  • Deutlich bessere Bildqualität als FSR 3.1
  • Weniger temporale Artefakte (Flimmern, Ghosting)
  • Hardware-beschleunigte FP8 WMMA-Operationen
  • Kompatibilität mit bestehender FSR 3.1 Frame Generation

Zum Launch der RX 9000-Serie soll FSR 4 in über 30 Spielen verfügbar sein, weitere 75 Titel sollen später im Jahr folgen.

FSR Redstone für H2 2025 angekündigt AMD hat für die zweite Jahreshälfte 2025 „FSR Redstone“ angekündigt – exklusiv für RDNA 4-Karten:

  • Neural Radiance Caching (NRC)
  • ML Ray Regeneration
  • Verbesserte ML Frame Generation

Konkrete Performance-Vergleiche mit DLSS 4 sind noch nicht verfügbar. Bewertungen müssen unabhängige Tests abwarten.

Deutsche Marktbetrachtung und Preise

In Deutschland zählt traditionell das Preis-Leistungs-Verhältnis bei Gaming-Hardware. Hier könnte AMD mit der RX 9060 XT punkten:

AMD-Preise für Deutschland (UVP):

  • RX 9060 XT 8GB: 299€
  • RX 9060 XT 16GB: 349€

Nvidia hat noch keine deutschen Preise für die RTX 5060-Serie bekannt gegeben. Traditionell liegen deutsche Preise etwa 5-10% über der US-UVP.

Die RX 9060 XT verbraucht mit 150-160W TBP weniger Strom als vergleichbare Gaming-Grafikkarten der Vorgängergeneration. Bei deutschen Strompreisen von etwa 35 Cent/kWh macht sich das langfristig bemerkbar.

Partner-Grafikkarten von Board-Herstellern

AMD produziert keine Referenz-Karten für die RX 9060 XT. Alle Modelle kommen von Board-Partnern.

Bestätigte AIB-Partner (laut AMD):

  • Sapphire
  • Asus
  • Gigabyte
  • PowerColor
  • XFX
  • ASRock

Sapphire-Modelle von der Computex: Sapphire hat auf der Computex 2025 drei RX 9060 XT-Varianten gezeigt:

  • Pulse (8GB/16GB): 3,29 GHz Boost, 170W TBP
  • Pure (16GB): 3,29 GHz Boost, weißes Design
  • Nitro+ (16GB): 3,32 GHz Boost, Triple-Fan-Kühler, 182W TBP

Preise für die Partner-Modelle stehen noch nicht fest. Typischerweise liegen Custom-Designs 10-20% über der AMD-UVP.

Hardware-Test Empfehlung und Kaufberatung

Release-Datum: 5. Juni 2025 (offizieller AMD-Termin) Verfügbarkeit: Bei deutschen Hardware-Händlern erwartet

Kaufberatung: Wartet auf unabhängige Hardware-Tests vor einer Entscheidung. AMDs Performance-Claim von 6% Vorsprung gegenüber der RTX 5060 Ti basiert auf internen Benchmarks und muss verifiziert werden.

Die 16GB-Variante für 349€ bietet mehr VRAM als typische Mainstream-Grafikkarten. Ob sich der 50€-Aufpreis zur 8GB-Version lohnt, hängt von den Gaming-Anforderungen ab.

Interessant für:

  • 1440p-Gaming mit moderatem Budget
  • Upgrades von älteren Grafikkarten (GTX 1060, RX 580)
  • Nutzer die viel VRAM bevorzugen
  • FSR-Upscaling-Nutzer

Weniger geeignet für:

  • 4K-Gaming bei maximalen Settings
  • Raytracing-fokussierte Anwendungen
  • Professionelle Rendering-Workloads

Test-Fazit: Solide Grafikkarte für 1440p Gaming

Die AMD Radeon RX 9060 XT macht das, was AMD-Grafikkarten schon immer gut gemacht haben: ordentliche Gaming-Performance für weniger Geld. Die 16GB-Variante für 349€ ist ein faires Angebot, besonders wenn man Nvidias typische Preisgestaltung bedenkt.

Revolutionär ist hier nichts. Aber manchmal reicht „gut und günstig“ völlig aus für einen Gaming-PC. Wir sind gespannt auf die ersten Benchmarks deutscher Hardware-Tester und ob die Radeon RX 9060 XT ihre Performance-Versprechen einhalten kann.

Gaming-Tipp: Nutzt Preisvergleiche wie Geizhals.de und wartet eventuelle Launch-Probleme ab. Die Grafikkarte läuft nicht weg, und 2-3 Wochen später sind oft bessere Hardware-Deals verfügbar.

Die AMD Radeon RX 9060 XT könnte besonders für deutsche Gamer interessant werden, die eine zukunftssichere Grafikkarte für 1440p Gaming suchen, ohne dabei das Budget zu sprengen.

Monika Ackerman
Monika Ackermanhttps://techyinsider.de/
Monika Ackerman ist eine erfahrene Journalistin mit 12 Jahren Berufspraxis in deutschen Medien. Nach ihrer prägenden Zeit bei Bild (2010-2017) hat sie für mehrere regionale Publikationen gearbeitet, darunter die Süddeutsche Zeitung und die Deutsche Presse-Agentur. Mit ihrem Journalismus-Abschluss von der Technischen Universität Berlin (2009) hat sie sich auf vielfältige Fachgebiete spezialisiert: Technik mit Fokus auf Verbraucherelektronik und IT-Sicherheit, Mode, rechtliche Themen im Technikbereich, Berichterstattung über Branchenpersönlichkeiten, technische Aspekte im Sport, Gaming-Marktanalysen, mittelständische Techunternehmen sowie Finanzen im Technologiesektor. Der Journalistenverband Berlin-Brandenburg hat ihre Arbeit gewürdigt. Als aktives Mitglied des Deutschen Journalistenverbands besucht sie regelmäßig Fachmessen wie die IFA Berlin. Bei Techyinsider zeichnet sie sich durch gründliche Recherchen, direkte Branchenkontakte und Fachinterviews aus.

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